Wie können Chlamydien übertragen werden?

Chlamydien sind leider nicht nur hoch ansteckend, sondern auch eine ernst zu nehmende Geschlechtskrankheit, die zur Unfruchtbarkeit führen kann. Grundsätzlich besteht ein Risiko immer dann, wenn infiziertes Material (beispielsweise Körperflüssigkeit) mit den Schleimhäuten in Kontakt kommt.

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Geschlechtsverkehr ist die häufigste Ursache

Besonders ideale Bedingungen finden die Erreger dabei in der Harnröhre und im weiblichen Muttermund vor. Daher ist die mit Abstand häufigste Ursache für eine Übertragung der ungeschützte Geschlechtsverkehr. Aber auch beim Vorspiel oder Petting kann die Krankheit durch Urin, dem männlichen Lusttropfen, Scheidensekret oder sogar durch Sexspielzeug übertragen werden.

Es besteht zudem die Möglichkeit, die Bakterien durch Oralverkehr weiterzugeben. Die Krankheit breitet sich dann im Rachen aus.

Das Risiko wird weiter dadurch erhöht, dass (meistens weibliche) Betroffene überhaupt keine Symptome bemerken und sich so der Krankheit gar nicht bewusst sind. Ohne ihr Wissen geben sie die Erreger an ihre Partner weiter.

Auch Seitensprünge begünstigen eine rasche Ausbreitung und nicht selten infizieren die unerwünschten Erreger anschließend den eigenen Partner.

Andere Übertragungswege

Aber auch wenn der Geschlechtsverkehr die häufigste Ursache für eine Übertragung ist, muss, gerade wenn die Krankheit während einer längeren Beziehung auftritt, nicht unbedingt ein Seitensprung der Auslöser sein. Es kommt erstaunlich oft vor, dass nach der Diagnose dem Partner Untreue vorgeworfen wird. Ein fester Beweis ist es allerdings nicht. Eine geringe Möglichkeit der Infektion besteht selbst im Schwimmbad, in der Vereinsdusche oder auf öffentlichen Toiletten.

Die Bindehaut der Augen ist leider ebenfalls anfällig für die Bakterien. Werden die Augen mit kontaminierten Fingern gerieben, kann eine Übertragung über die Augen stattfinden.

Eine besonders wichtige Rolle spielt das eigene Immunsystem. Ist es geschwächt, besteht grundsätzlich eine höhere Anfälligkeit für die Erreger.

Infizierte Schwangere

Schwangere Frauen, die mit Chlamydien infiziert sind, geben die Erreger häufig an ihre neugeborenen Kinder weiter. Der Kopf des Kindes kommt bei der Geburt leicht in Kontakt mit dem befallenen Muttermund. Die Bindehaut der Augen und die Lungen können dadurch befallen werden.

Wie kann man sich auf Chlamydien testen lassen?

Sie sollten auf jeden Fall einen Arzt konsultieren, wenn Sie bei sich eine Infektion mit Chlamydien vermuten. Es gibt auch eine ganze Reihe Heimtests, bei denen die Chlamydien relativ sicher zu Hause nachgewiesen werden können.

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Chlamydien Symptome – Wie bemerkt man, dass man eine Infektion hat?

Nach der Infektion beträgt die Inkubationszeit ein bis drei Wochen. Die Symptome fallen allerdings je nach betroffenem Bereich unterschiedlich aus.

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Infektion der Geschlechtsorgane

Die ersten Symptome zeigen sich in einem Brennen und Ziehen beim Urinieren. Aus der Harnröhre und eventuell auch aus dem Rektum kommt ein weißer oder eitriger Ausfluss. Bei Frauen kann der Ausfluss auch aus der Scheide kommen. Ausführliche Infos zu Symptomen bei Chlamydien gibt es hier.

Zudem ist ein starker Juckreiz nicht selten. Typisch sind auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Bleibt die Krankheit unbehandelt, kann es zu Schmerzen im Unterbauch kommen. Der männliche Hoden kann anschwellen und starke Schmerzen verursachen. Bei Frauen kann es zu durch die Entzündung der Eileiter und Zwischenblutungen kommen. Ein weiteres mögliches Symptom ist Fieber.

Eine Infektion des Rektums führt (selten) zu Durchfall und einem entzündlichen Ausschlag. Ein Bild der Kolonoskopie (durch Chlamydien Trachomatis entzündeter Dickdarm) :

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Infektion der Augen

Ist die Bindehaut der Augen betroffen, äußert sich das durch starken Juckreiz und einer roten Entzündung (Rotauge). Es kann das Gefühl eines Fremdkörpers entstehen und durch den Schleim eine Beeinträchtigung des Sehvermögens erfolgen.

Infektion der Lunge

Eine andere Gruppe von Chlamydien (Chlamydophila Pneumoniae) befällt die Lunge und führt dort zu einer Entzündung. Sie macht sich durch Husten und Fieber bemerkbar.

Häufig gar keine Symptome

Je nach infiziertem Bereich wie beispielsweise Rachen (durch Infektion beim Oralverkehr) oder Rektum (Analverkehr oder Schmierinfektion) gibt es oft gar keine Symptome. Das trifft auch bei Frauen sehr häufig zu, die im Geschlechtsbereich infiziert sind. Die Krankheit kann über Jahre hinweg unbemerkt bleiben.

Ärzte raten daher, sich mindestens einmal jährlich einem Test zu unterziehen. Der Test wird auch nach dem Geschlechtsverkehr mit einem neuen Partner empfohlen.

Bei Verdacht auf eine Infektion kann auch ein Chlamydien Schnelltest in Frage kommen.

Chlamydien können mit Antibiotika sehr erfolgreich behandelt werden. Treten die beschriebenen Symptome auf, sollte schnellstmöglich eine Untersuchung erfolgen. Ein schmerzhafter Verlauf und ernsthafte Schäden wie beispielsweise eine Unfruchtbarkeit können bei rechtzeitiger Behandlung verhindert werden.

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Wie werden Chlamydien behandelt?

Chlamydien werden vom Arzt mit Antibiotika behandelt. Die Dauer der Behandlung ist vom Schweregrad der Erkrankung und dem Medikament abhängig. Sie kann einige Tage bis zwei Wochen betragen. Innerhalb der Behandlungszeit wird dem Patienten angeraten, auf Sex komplett zu verzichten. Zur Kontrolle findet einige Wochen nach der Behandlung ein erneuter Test auf Chlamydien statt.

Bei Patienten in einer Beziehung wird der Partner üblicherweise gleich mit untersucht und behandelt, um eine erneute Infektion durch den Pingpong Effekt auszuschließen.

Resistenz gegen Antibiotika

Auch wenn die Symptome abklingen und man sich gesund fühlt, ist es sehr wichtig, dass das Medikament über die vom Arzt vorgeschriebene Dauer eingenommen wird. Andernfalls bildet sich im Körper eine Resistenz aus, die das Antibiotikum dauerhaft unwirksam macht. Besteht bereits eine bekannte Resistenz, kann der Arzt ein anderes Medikament wählen.

Es kann auch eine Resistenz bestehen, die dem Patienten bisher unbekannt ist. Ist die Behandlung unwirksam, wählt der Arzt entweder ein anderes Antibiotikum aus oder führt eine Resistenzbestimmung durch.

Selbstmedikation

Das Internet erlebt gerade einen unglaublichen Boom an esoterischen Produkten zahlreicher Wunderheiler wie Vitaminpillen, Kräutersalben und Tees. Die Palette an Kuriositäten ist endlos. Sogar als echt ausgegebene Plagiate verschreibungspflichtiger Medikamente werden angeboten.

Von einer Selbstmedikation sollte allerdings dringend Abstand genommen werden. Plagiate, die eine antibiotische Wirkung versprechen, sind im besten Fall nur unwirksam. Sie können im schlimmsten Fall sogar gefährlich werden, denn die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe ist dem Käufer unbekannt.

Bei Produkten der Esoterik ist die Wirkung ebenfalls zweifelhaft und nicht wissenschaftlich belegt. In Deutschland ist auch Homöopathen die Behandlung von Chlamydien untersagt.

Wissenschaftlich belegt ist bisher nur die Behandlung durch Antibiotika. Da es sich um eine gefährliche Geschlechtskrankheit handelt und eine Unfruchtbarkeit die Folge sein kann, zudem das Risiko besteht, andere damit zu gefährden, ist ein verantwortungsvoller Umgang wichtig. Es sollte daher ausschließlich dem Rat eines Arztes vertraut werden.

Hinweis: wenn Sie ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten oder bei sich Chlamydien Symptome feststellen, sollten Sie schnell ihren Arzt konsultieren.

 

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Chlamydien Schnelltests – Welche Möglichkeiten gibt es und wie sicher sind sie?

Warum sind regelmäßige Tests wichtig?

In Deutschland ist die häufigste sexuell übertragbare Krankheit eine Infektion mit Chlamydien. Aus anatomischen Gründen sind leider junge Mädchen besonders gefährdet, weil die Art der Schleimhaut am äußeren Muttermund ideale Bedingungen für diese Erreger bietet. Die langsam fortschreitende Entzündung kann zur Zerstörung der Eileiter und damit zur Unfruchtbarkeit führen. Hier ist ein Video dazu:

Breitet sich die Infektion weiter aus, können auch noch andere Organe geschädigt werden. Männer sind ebenfalls betroffen, denn eine Infektion kann die Prostata schädigen und damit auch zur Unfruchtbarkeit führen.

Trotz der Aggressivität dieses Erregers schafft es der Körper erstaunlich häufig, die Infektion selbst zu bewältigen, oder es werden erst gar keine Symptome hervorgerufen. Das klingt zunächst sehr positiv, macht die Eindämmung der Infektion aber leider schwierig bis unmöglich. Die Erkrankten geben die Geschlechtskrankheit unwissend an ihre Partner weiter. Dadurch erklärt sich auch die hohe Infektionsrate.

Chlamydien erhöhen bei schwangeren Frauen das Risiko einer Frühgeburt. Sie können außerdem den Erreger bei der Geburt auf ihr neugeborenes Kind übertragen. Deshalb ist der Test auf Chlamydien auch ein fester Bestandteil der Mutterschaftsvorsorge. Besser ist es aber natürlich, die Infektion schon vor der Schwangerschaft zu erkennen und zu beseitigen.

Mithilfe eines Tests kann die Erkrankung leicht entdeckt, und deren Folgen verhindert werden. Ärzte raten zu regelmäßigen Tests, mindestens einmal jährlich oder nach dem Geschlechtsverkehr mit einem neuen Partner.

Welche Arten von Tests gibt es?

Urintest

Dieser Test wird am häufigsten durchgeführt. Der Arzt sendet eine Urinprobe ins Labor, die mithilfe von Nukleinsäure-Amplifikationstechniken (NAT) untersucht wird. Die Erreger-DNS wird isoliert und mit gentechnischen Verfahren, wie beispielsweise der PCR vermehrt. Die Zuverlässigkeit ist besonders hoch, wenn der Erreger Zeit hatte, sich im Urin zu vermehren. Empfohlen wird daher der erste Urin am Morgen, oder mindestens eine zweistündige Pause nach dem letzten Gang zur Toilette.

Die Heimtests unterscheiden sich nur in der Anwendung für die Geschlechter – ob der Chlamydien Test Mann oder Cyclotest Test für Frauen, in beiden Fällen wird der Morgenurin verwendet.

Abstrich der Harnröhre oder dem Gebärmutterhals

Dieser Test ist identisch mit dem Urintest, nur dass anstelle von Urin Abstrichmaterial direkt von dem Geschlechtsorgan ins Labor gesendet wird. Der Urintest wird meistens bevorzugt, da sich nach der Morgentoilette nur wenige Erreger auf dem Geschlechtsorgan befinden.

Bluttest

blood1Der Bluttest wird gemacht, wenn das Laborergebnis nicht eindeutig oder negativ ist, und der Arzt trotzdem eine Infektion mit Chlamydien vermutet. Das Blut wird im Labor auf Antikörper untersucht. Leider ist dieser Test nur begrenzt aussagekräftig, denn die Antikörper bleiben bei den meisten Menschen lebenslang im Körper und können von einer bereits lange ausgeheilten Infektion her stammen. Es gibt auch noch ungefährliche Arten von Chlamydien, durch die diese Antikörper entstehen können.

Schnelltest aus der Apotheke

Viele Menschen schämen sich, einen Test beim Arzt durchführen zu lassen oder meiden den Arztbesuch aus anderen Gründen. Daher gibt es seit ein paar Jahren Schnelltests aus der Apotheke, mit denen Chlamydien diskret von zu Hause aus ermittelt werden können. Diese Tests sind bequem, vollkommen anonym und das Ergebnis liegt bereits nach 15 Minuten vor.

Auch beim Schnelltest aus der Apotheke gibt es verschiedene Varianten

Beim herkömmlichen Schnelltest wird – ähnlich wie beim Arzt – ein Abstrich der Harnröhre oder des Gebärmutterhalses entnommen und das Material mit einer beigelegten Testkassette untersucht. Diese Art des Nachweises ist praktisch und schnell, aber leider nicht ganz so zuverlässig, wie die Untersuchung im Labor.

Aus diesem Grund gibt es Schnelltests, die bereits vorsehen, dass der Abstrich (oder auch eine Urinprobe) zusätzlich ins Labor geschickt wird. Das klingt zwar etwas unbequem und ist mit einer kurzen Wartezeit verbunden, ist aber dadurch beinah ebenso zuverlässig wie die Untersuchung beim Arzt. Die Labore sind zudem dazu verpflichtet, die Anonymität der Patienten zu wahren. Diese Art von Schnelltest liefert die zuverlässigsten Ergebnisse.

Fazit

Die Schnelltests sind bequem, diskret und in Kombination mit einem Labortest fast genauso sicher. Wie auch beim Arzt spielt dabei die Tageszeit eine sehr wichtige Rolle. Es sollte natürlich möglichst stark befallenes Material untersucht werden, denn so schlägt der Test am besten an. Ein Abstrich oder eine Urinprobe nach dem Aufstehen bietet dabei die besten Voraussetzungen für ein zuverlässiges Ergebnis. Der Erreger hatte so die ganze Nacht zeit, sich im Urin oder auf dem Geschlechtsorgan zu vermehren.

Bei positivem Ergebnis sofort zum Arzt

Bei einem positiven Ergebnis ist es leider trotz der Bequemlichkeit, die der Schnelltest bietet, dringend angeraten, einen Arzt aufzusuchen. Am besten (sofern vorhanden) gleich mit dem Partner zusammen, denn ansonsten besteht das Risiko, sich gegenseitig erneut zu infizieren. Gerade um die fatalen Spätfolgen wie eine Unfruchtbarkeit zu verhindern, sollte so schnell wie möglich mit der Therapie begonnen werden. Liegt bereits ein Ergebnis aus dem Labor vor, ist es natürlich praktisch und sinnvoll, es dem Arzt gleich vorzulegen.

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Was sind Chlamydien?

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Was sind Chlamydien?

Chlamydien sind Bakterien aus der Familie der Chlamydiaceae. Sie nisten sich in einer Wirtszelle ein und zapfen die Energievorräte (ATP) der Zelle an, um sich zu ernähren und weiter zu vermehren. Sie zählen zu den kleinsten Bakterien überhaupt (sie sind etwa einhundertmal kleiner als die Wirtszelle selbst).

Die Infektion mit Bakterien der Gruppe Chlamydia Trachomatis findet normalerweise beim Geschlechtsverkehr statt. Da sie – vor allem bei Frauen – meistens ganz ohne Symptome verläuft, bemerken die Betroffenen die Krankheit oft nicht und geben sie unbewusst an ihre Partner weiter. Die Infektion mit Chlamydien ist dadurch in Deutschland leider die am häufigsten auftretende Geschlechtskrankheit.

Es sind auch andere Übertragungswege möglich, aber die besten Bedingungen für die Erreger bieten die Schleimhäute der Geschlechtsorgane.

Andere Körperbereiche und Organe können ebenso befallen werden, auch wenn es in Europa sehr selten vorkommt. Beispielsweise sind Chlamydien in den Tropen und Subtropen die häufigste Ursache für Erblindungen. Bakterien der Gruppe Chlamydia Pneunomiae nisten sich bevorzugt in der Lunge ein.

Wer ist betroffen?

Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen. Leider werden oft Mädchen befallen, weil die Art der Schleimhaut am weiblichen Muttermund für die Bakterien die beste Grundlage für eine rasche Ausbreitung liefert.

Was sind die ersten Symptome?

Befallen werden die Harnröhre, der Muttermund und der Analbereich. Ein Brennen und Ziehen beim Wasserlassen ist ein typisches erstes Symptom. Zusätzlich kann ein weißer oder eitriger Ausfluss aus der Harnröhre oder aus dem Rektum kommen. Bei Frauen auch aus der Scheide. Ein weiteres typisches Symptom ist ein starker Juckreiz.

Eine Infektion bleibt häufig unbemerkt, weil die Symptome nicht besonders stark auftreten müssen und leicht ignoriert werden können. Bei Frauen ist es nicht unüblich, dass erst gar keine Symptome auftreten.

Folgen und Verlauf der Krankheit

Männer

Nach der Harnröhre können die Nebenhoden und die Prostata befallen werden, was für die Betroffenen äußerst schmerzhaft ist. Wird die Krankheit nicht behandelt, besteht sogar das Risiko einer Unfruchtbarkeit.

Das Reiter-Syndrom

Bei Männern kann es (sehr) selten auch zum Reiter-Syndrom kommen. Es kommt dabei an mehreren Stellen im Körper zu Entzündungen. Besonders die Harnröhre, die Bindehaut der Augen und die Gelenke sind betroffen (Arthritis). Man vermutet, dass die Krankheit erblich bedingt ist und die körpereigene Abwehr die eigenen Zellen angreift, wodurch die Entzündungen entstehen.

Frauen

Bei Frauen können sich Chlamydien über die Gebärmutter zu den Eileitern ausbreiten und dort eine ebenso schmerzhafte Entzündung verursachen. Dazu kann auch Fieber auftreten. Durch die Entzündung bleibt ein Narbengewebe in den Eileitern zurück, das den Transport der Eizelle zur Gebärmutter beeinträchtigen kann.

In vernarbten Eileitern können die männlichen Spermien eventuell nicht mehr mit der Eizelle in Kontakt kommen. Eine Unfruchtbarkeit ist dann leider das Ergebnis. Lebensbedrohlich wird es sogar, wenn eine befruchtete Eizelle sich im Eileiter anstatt der Gebärmutter einnistet. Bei der Eileiterschwangerschaft zerstört der wachsende Embryo die viel zu kleinen Eileiter und schädigt die inneren Organe.

Infizierte Schwangere geben die Bakterien oft bei der Geburt an ihr Neugeborenes weiter. Weil der Kopf in der Gebärmutter voran liegt, können sich die Bindehaut der Augen oder auch die Lungen des Kindes entzünden und dort Schäden verursachen.

Neueste Erkenntnisse über die Verursachung von Krebs

Am Berliner Max-Planck-Institut (MPI) wurde festgestellt, dass Chlamydien das Erbgut (DNA) ihrer Wirtszellen schädigen und diese künstlich am Leben erhalten. Da die Bakterien auf die Wirtszelle angewiesen sind, verhindern sie die eingebaute Selbstzerstörung, die bei Beschädigungen greift. Die beschädigte Zelle wächst und mutiert immer weiter und kann so auch zur Krebszelle werden. Bei Frauen kann sie auf diese Art beispielsweise Eierstockkrebs auslösen.

Auf den Punkt gebracht

Chlamydien sind eine gefährliche Krankheit. Sie kann zur Unfruchtbarkeit führen und im Fall der Eileiterschwangerschaft sogar das Leben bedrohen. Daher dürfen sie nicht auf die leichte Schulter genommen werden. In Deutschland besteht keine Meldepflicht für Chlamydien. Regelmäßige Tests werden daher allen sexuell Aktiven dringend empfohlen. Neben HIV sind Chlamydien ein weiterer wichtiger Grund dafür, niemals auf Schutz beim Sex zu verzichten.

Wie kann man sich schützen?

Chlamydien lassen sich mit Antibiotika heutzutage sehr gut behandeln. Ärzte empfehlen regelmäßige Tests mindestens einmal jährlich oder nach dem Geschlechtsverkehr mit einem neuen Partner. Der Test ist zudem mittlerweile ein fester Bestandteil der Mutterschaftsvorsorge. Zeigen sich die genannten Symptome, sollten sie unbedingt ernst genommen und sofort untersucht werden.

Bei Infizierten in einer Beziehung werden normalerweise gleich beide Partner untersucht und im positiven Fall behandelt, um eine erneute Infektion auszuschließen. Hat eine Behandlung mit Antibiotika stattgefunden, wird einige Wochen nach der Behandlung ein erneuter Test zur Kontrolle durchgeführt. Auf Sex sollte während dieser Zeit verzichtet werden.

Das Risiko wird außerdem durch die Benutzung eines Kondoms deutlich minimiert. Es ist leider kein hundertprozentiger Schutz gegen Chlamydien, aber die Gefahr einer Ansteckung wird gesenkt.

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Was ist Gonorrhoe und welche Folgen kann die Infektion nach sich ziehen

Gonorrhoe

Bei Gonorrhoe handelt es sich um eine sexuell übertragbare Krankheit, die schlimme Folgen für die betroffene Person haben kann. Es handelt sich dabei um eine Infektion, die in erster Linie die Schleimhaut der Genitalien befällt. Sie kann aber auch die Bindehaut der Augen, den Schlund und den Darm befallen. Die gewöhnlichsten Charakteristiken sind Eiter in der Harnröhre beim Mann und Unfruchtbarkeit bei der Frau.

Symptome beim Mann

Die Symptome tauchen gewöhnlich zwischen dem zweiten und 21 Tag nach der Infektion auf. Die häufigste Erscheinungsform ist ein klares, weißliches, schleimiges, dickflüssiges, eitriges Sekret in der Harnröhre. Es kann auch zu Schmerzen beim Orinieren kommen oder einen Juckreiz oder Brennen in der Harnröhre verursachen. Schmerzen und Entzündungen am Hodensack sind besonders häufig.

Die Neisseria gonorrhoeae kann andere sekundäre Komplikationen wie z.B. Harnröhren- oder Prostataentzündung verursachen. Sehr selten manifestiert sich die bakterielle Infektion symptomfrei beim Mann. Es kann auch passieren, dass die Infektion zunächst unbemerkt bleibt oder mit einer anderen Krankheit verwechselt wird.

Symptome bei der Frau

Bei Frauen kommt es meist zu symptomatischen Schmerzen. Dennoch können sich Zeichen und Symptome wie vaginaler Eiter, erhöhter Drang zum Orinieren und eine Störung bei der Blasenentleerung ergeben. Die Expansion des Keims in Richtung des Eileiters kann Schmerzen im Unterleib, Kontraktionen, Fieber, Übelkeit und alle generellen Symptome einer bakteriellen Infektion nach sich ziehen.

Außerdem produziert die Infektion Krankheiten wie Scheidenentzündung und Gebärmutterhalskatarrh, aber u.a. auch Endometrium und Eileiterentzündungen. Charakteristisch ist das Erröten der Genitalgegend. Das Immunsystem hat ernsthafte Probleme bei der Bekämpfung von Neisseria gonorrhoeae, da es eine hohe Variation an Antigenen besitzt.

Konsequenzen

    1. Kann Schaden an den Reproduktionsorganen verursachen
    2. Männer sowie Frauen können steril zurückbleiben
    3. Eine Mutter mit Gonorrhoe kann während der Geburt das Kind infizieren und das Neugeborene erblinden lassen
    4. Es können Schäden am Penis und den Augen entstehen
    5. Hautkrankheiten und Gelenkentzündungen können verursacht werden
    6. Dickflüssiges, gelbes oder weißes Sekret an der Vagina
    7. Brennen oder Schmerzen beim Orinieren
    8. anormale Menstruation oder vaginaler Blutverlust während der Menstruation
    9. Krämpfe oder Brennen im Unterleib
    10. kann Unfruchtbarkeit verursachen
    11. Verursacht bei der Frau Entzündungen und Verstopfung des Eileiters oder Abszess in den Eierstöcken
  • Beim Mann verursacht es Infektionen in der Harnröhre, Prostata, Samenbläschen und den Nebenhoden

 

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